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Selbsttrennung: Wie Du die Verbindung zu Deinem wahres Selbst verlierst


Erfahre, wie Menschen die Verbindung zu ihrem wahren Selbst durch den Sozialisierungsprozess verlieren und wie Du wieder zu Dir findest, Dir selbst bewusster wirst und Dein wahres Selbst lebst.



Kurze Zusammenfassung

- Selbsttrennung bezieht sich auf das Gefühl der Entfremdung von sich selbst.


- Diese inneren und äusseren Welten sind durch eine Grenze voneinander getrennt, was einen Raum des Inneren und einen Raum des Äusseren schafft.


- Als Neugeborene sind wir voller Potenzial und in tiefer Verbindung mit unserem natürlichen Selbst. Danach folgt jedoch die Programmierung entsprechend der gesellschaftlichen Normen, um in die Gemeinschaft zu passen.


- Dazu ist es notwendig, über diese Muster hinwegzugehen und den eigenen Raum zurückzugewinnen, um eine Verbindung mit dem "Selbst" herzustellen.



Inhalt

- Was ist Selbsttrennung?

- Die Grenze zwischen Innen- und Aussenwelt

- Die Auflösung der Grenze und die Selbsttrennung

- Und die Lösung?

- Der Individuationsprozess



Was ist Selbsttrennung?


Ich habe eine Vorliebe für präzise Definitionen und möchte sicherstellen, dass wir den Begriff "Selbsttrennung" auf die gleiche Weise verstehen. Daher möchte ich zunächst die Bedeutung der Begriffe teilen, damit wir ein einheitliches Verständnis haben.

Das Selbst

Gemäss Carl Gustav Jung, einem Schweizer Psychiater und Begründer der analytischen Psychologie, wird das Selbst als innere Ganzheit und Einheit der Persönlichkeit definiert. Es umfasst sowohl das Bewusste als auch das Unbewusste. Du hast also bewusste und unbewusste Persönlichkeitsanteile die zusammen Dein Selbst ergeben.


Das Selbst geht über das Ich oder das Ego hinaus, da das Ego lediglich der bewusste Teil des Selbst ist. Demnach entsprechen das Ego und die unbewussten Persönlichkeitsanteile dem Selbst.

Das Selbst existiert in unserer inneren Welt und macht uns einzigartig und einmalig. Es ist ein Potenzial, das sich weiterentwickeln und differenzieren kann.

Trennung

Das Wort "Trennung" bezieht sich auf den Zustand des Getrenntseins von etwas. Es beschreibt den Moment, in dem die Verbindung zwischen zwei Elementen aufgelöst oder unterbrochen ist.

Selbsttrennung

Selbsttrennung bezieht sich auf das Gefühl der Entfremdung von sich selbst. Es beschreibt den Zustand, in dem eine Person das Gefühl hat, von ihrem eigenen Denken, Fühlen oder Handeln, von der eigenen Persönlichkeit, getrennt zu sein. Dabei richtet die Person ihre Aufmerksamkeit von der Innenwelt auf die Aussenwelt und verliert die Verbindung zum wahren Selbst.




Die tiefste Verbindung, die Du jemals herstellen kannst, ist die Verbindung mit Dir selbst.

- Ralph Smart



Die Grenze zwischen Innen- und Aussenwelt


Jeder Mensch existiert sowohl in der inneren Welt der Gedanken und Gefühle, die nicht greifbar sind, als auch in der äusseren Welt der Materie, die durch unsere Sinnesorgane fassbar ist. Es ist möglich, sich von der äusseren Umgebung abzukoppeln und geistig in die innere Welt zu reisen, und umgekehrt. Diese inneren und äusseren Welten sind durch eine Grenze voneinander getrennt, was einen Raum des Inneren und einen Raum des Äusseren schafft. Im inneren Raum kann das Selbst sich eigenständig als individuelle Persönlichkeit entwickeln, sofern äussere Einflüsse diese Grenze nicht durchdringen und das wahre Selbst beeinflussen.

Unsere Fähigkeit, zwischen dem Eigenen und dem Fremden zu unterscheiden, schafft eine unsichtbare Grenze, die wie ein unbewusster Schutzmechanismus wirkt. Diese Grenze bewahrt den inneren Raum vor Einflüssen von aussen, sodass das "Selbst" sich entfalten kann: eine eigene Identität, eigene Erinnerungen, eine eigene Wahrnehmung, den Zugang zu unseren eigenen Gefühlen, Wünschen und Bedürfnissen. Dadurch entsteht eine Verbindung zum "Selbst". Diese Verbindung ist die Grundvoraussetzung für Orientierung, Autonomie, Selbstregulierung, Wachstum und Entfaltung.



Die Auflösung der Grenze und die Selbsttrennung


Im Laufe des Sozialisierungsprozesses passen wir uns sowie unsere individuellen Verhaltensweisen den gesellschaftlichen Bedingungen an. Schon als Kleinkind erlernen wir die Strategie, alles zu tun, um unserem Umfeld zu gefallen, da dies dazu beiträgt, unsere Beziehungen aufrechtzuerhalten und unser Überleben zu sichern. Wir entwickeln ein Verständnis dafür, wann wir geliebt werden und wann nicht. Durch Erziehung lernen wir, wie wir uns verhalten müssen, um dazuzugehören. Es ist ein Verhaltenstraining, bei dem erwünschte Verhaltensweisen mit Liebe belohnt werden, während unerwünschtes Verhalten oft mit Entzug von Zuneigung bestraft wird.

Als Neugeborene sind wir voller Potenzial und in tiefer Verbindung mit unserem natürlichen Selbst. Danach folgt jedoch die Programmierung entsprechend der gesellschaftlichen Normen, um in die Gemeinschaft zu passen. Wir passen uns an und verändern unser natürliches Selbst, um Bindung zu erhalten.

Bei einigen Menschen ist dieser Anpassungsprozess intensiver als bei anderen. Menschen, die sich stark anpassen, verlieren oft die Fähigkeit, sich von anderen abzugrenzen, und entfernen sich dadurch von ihrem wahren Selbst. Die Grenze zwischen der inneren und äusseren Welt wird durchlässig.


Mit dem Verlust dieser Grenze und des inneren Raums geht auch die Verbindung zu unserem eigenen Selbst verloren, ebenso wie unsere Identität und der Zugang zu unseren eigenen Gefühlen, Wünschen und Bedürfnissen. Dies führt zu Desorientierung, dem Verlust von Selbstorganisation und Identität sowie einem Mangel an Autonomie.

Wenn unser Bindungsbedürfnis in der Kindheit verletzt wurde, neigen wir dazu, uns immer stärker an anderen Menschen und ihren Erwartungen anzupassen. Oft liegt dem der Glaubenssatz zugrunde: "Ich bin nicht in Ordnung" oder "Ich bin nicht gut genug, um Bindung zu erhalten". Betroffene setzen alles daran, durch Anpassung Liebe und Bindung zu erlangen, um sich anschliessend in Ordnung oder gut genug zu fühlen. Sie orientieren sich an äusseren Einflüssen, um dennoch eine Art Orientierung zu finden. Partner, Eltern oder Vorgesetzte nehmen in gewisser Weise den Platz des verlorenen eigenen Selbst ein.



Das Wichtigste im Leben ist, sich selbst zu kennen.

- William Shakespeare



Und die Lösung?


Ein eigener Raum mit klaren Grenzen fehlt, wodurch die Person sich dem anderen näher fühlt als sich selbst. Es entsteht ein Muster, sich an den Erwartungen im Aussen zu orientieren. Sobald man sich dieses Musters bewusst wird, besteht die Möglichkeit, sich von dieser Konditionierung zu lösen. Dazu ist es notwendig, über diese Muster hinwegzugehen und den eigenen Raum zurückzugewinnen, um eine Verbindung mit dem "Selbst" herzustellen.

Menschen, die von sich selbst getrennt sind, haben häufig das Gefühl, nicht gut genug zu sein, und nehmen eine abwertende Haltung sich selbst gegenüber ein. Sie haben die Perspektiven anderer Menschen übernommen und können sich davon befreien, indem sie symbolisch die "Brille der Anderen" ablegen. Dadurch erkennen sie, dass an ihrem eigenen Selbst nichts auszusetzen ist, und können in Einklang mit sich selbst kommen, anstatt sich mit anderen zu identifizieren. Dieser Prozess der Abgrenzung ermöglicht es, blockierte Lebensenergie wieder freizusetzen.

Was diese Menschen nun brauchen, um ihr natürliches Selbst zu leben, ist Edukation. Sie dürfen die negativen gedanklichen, emotionalen und verhaltensbezogenen Programme, die während des Erziehungsprozesses verinnerlicht wurden, deinstallieren. Durch den Individuationsprozess können Menschen wieder zu sich selbst finden, sich ihres wahren Wesens bewusst werden und sich von Konditionierungen lösen.


Der Individuationsprozess


Der Begriff "Individuation" stammt vom lateinischen Wort "Individuare" und bedeutet "unteilbar" oder "untrennbar machen". Es bezieht sich einerseits darauf, sich einzigartig zu machen und sich von anderen Menschen zu unterscheiden. Andererseits beinhaltet es, sich voll und ganz dem erfüllten Leben hinzugeben und sich mit allen Facetten der Persönlichkeit zu verbinden.

Die Entwicklung des Selbst geschieht durch den Prozess der Individuation, bei dem die Person verschiedene Aspekte ihrer Persönlichkeit, einschliesslich des Schattens, integriert. Dieser Prozess führt zu einer umfassenden und authentischen Selbstverwirklichung. Es geht um eine "gesunde" Abgrenzung zwischen dem eigenen Selbst und dem Fremden.

In der Kindheit haben wir die Möglichkeit, die gewünschten Verhaltensweisen in vollem Masse auszuleben, während wir die abgelehnten Eigenschaften unterdrücken. Wir glauben, dass bestimmte Persönlichkeitsanteile unsere Überlebensfähigkeit bedrohen und lehnen sie daher ab. Wir wollen sie nicht mehr wahrnehmen. Zu diesem Zeitpunkt spaltet sich unsere Persönlichkeit in bewusste und unbewusste Anteile auf. Manche Eigenschaften verbleiben jahrelang im Schatten unserer Persönlichkeit, und dennoch wundern wir uns, warum wir uns manchmal plötzlich eigenartig verhalten. Wir fühlen uns ausser Kontrolle und tun Dinge, die wir eigentlich nicht wollen. Oft wissen wir nicht einmal, warum wir etwas immer wieder tun.

Der Grund dafür liegt in den unterdrückten Persönlichkeitsanteilen. Diese unterdrückten Anteile sind nichts Schlechtes. Jede Eigenschaft hat ihre Vor- und Nachteile. Sobald Du erkennst, dass die Abgrenzung Dich nicht umbringt, kannst Du den verborgenen Teil Deiner Persönlichkeit leben. Dadurch löst Du die unbewussten Blockaden, die Dich daran gehindert haben, Deine natürliche Persönlichkeit auszuleben. Du befreist Dich von den unbewussten Glaubenssätzen, Gefühlsmustern und Verhaltensweisen, die Dir im Sozialisierungsprozess auferlegt wurden.

Die unterdrückten Anteile gelangen durch bewusste Aufmerksamkeit aus dem Schatten des Unterbewusstseins ins Licht des Bewusstseins. Jeder Mensch wurde sozialisiert und hat Persönlichkeitsanteile unterdrückt, die nun zurückkehren und gelebt werden wollen.

Erlaube Dir selbst, Dich zu erforschen und Deine natürlichen Anteile mit einer neuen Perspektive zu betrachten. Befreie Dein wahres Selbst und befreie Dich von Selbsthass, Einsamkeit und Leere in Dir.


Fazit


Sich selbst bewusst zu werden, ist eine grosse Herausforderung, die Du mit dem Prozess der Individuation verwirklichst. Wenn Du das Gefühl hast, dass Du den Prozess der Individuation gerne angehen möchtest, habe ich eine wunderbare Nachricht für Dich. In der Meet Yourself Academy begleite ich Dich über einen 12-wöchigen Videokurs dabei, schrittweise ein höheres Selbstbewusstsein zu entwickeln. Dabei wirst Du unbewusste Glaubenssätze, Gefühlsmuster und Verhaltensweisen erkennen und neue gesundheitsfördernde Gewohnheiten in Deinen Alltag integrieren.


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Wer schreibt hier eigentlich?

Hi, ich bin Kim und ich habe eine Vision: Ich möchte Menschen dazu inspirieren in ihre Innenwelt einzutauchen, um ihr Bewusstsein zu erweitern, damit sie sich selbst bewusst werden, ihre Energiefrequenz erhöhen und ein erfülltes, erfolgreiches und zufriedenes Leben erschaffen dürfen.


Meine Leidenschaft ist in die Lebenswelt des Gegenübers einzutauchen und gemeinsam Lösungen zu finden. Ja, Lebensgeschichten machen neugierig. Welche Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen blockieren Dich? Wie kannst Du diese Knöpfe lösen und Dein Traumleben erschaffen?


DAS ist es, was mich besonders interessiert.


Ich bringe eine klassische Pflegeausbildung, 18 Jahre Berufserfahrung, eine Ausbildung zum Life Coach, Kursleiterin, ZRM-Coach sowie Hypnosetherapeutin und diverse Aus- und Weiterbildungen im Bereich Persönlichkeitsentwicklung mit.


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